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© Guido Kramann

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1.3 Der Begriff der Modell-Verifikation

Die Naturgesetze, auch physikalische Theorien genannt, sind streng genommen eine in Formeln geronnene Zusammenfassung umfassender menschlicher Erfahrungen, die sich zwar immer wieder bestätigen, die aber niemals bewiesen werden können.

In einem mathematischen Modell fliessen eine Auswahl an Naturgesetzen und Erfahrungen mit dem System, das modelliert wird ein.

Modelle sind stets Vereinfachungen des zugrundeliegenden Systems.

Sie werden stets in Hinblick auf die zu gewinnende Erkenntnis über das System hin konzipiert: So einfach wie möglich, so kompliziert, wie nötig.

Das Wissen, das in das Modell über das System einfließt, ist umso fehlerbehafteter, je detaillierter es ist.

Nicht anwendbare Theorien (z.B. Newtonsche Mechanik, statt relativistischer), Unsicherheiten im Wissen über das System und Vereinfachungen im Modell, führen zu einem Modellfehler, für den zu überprüfen ist, ob er im Rahmen des Akzeptierbaren liegt. Diese Überprüfung nennt man Verifikation.
Die Hauptmethode der Verifikation besteht in einem Vergleich zwischen Modell- und Systemverhalten unter möglichst gleichen Randbedingungen.