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© Guido Kramann

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2 Entwicklung eines Wysiwyg (What you see is what you get) - Editors zum Erstellen von Beiträgen im Lehr- und Lernsystem (LLS)

Das Estellen von E-Tests, Animationen, Hardwareansteuerungen etc. in der LLS soll textbasiert erfolgen. Dies ermöglicht ein rasches Kombinieren bestehender Inhalte und eine schnelle Erstellung. Allerdings erfordert es auch einen höheren Einarbeitungsaufwand Schlüsselwörter zu erlernen, um korrekte Inhalte erstellen zu können. Letzteres fällt leichter mit einem Wysiwyg-Editor. Dieser besteht aus einem geteilten Fenster: In der einen Hälfte gibt man textuell die Beiträge ein, in der anderen werden diese gleich so dargestellt, wie sie bei den Studierenden erscheinen würden.

Bei HTML-Seiten würde man z.B. links eingeben:

<h1>Meine Überschrift<h1>

Code 2-1: HTML-Codierung einer Überschrift

Dann würde rechts erscheinen:

Meine Überschrift

Es sind viele Wysiwyg-Editoren verfügbar, auch als freie Software. Jedoch soll dieser eine eigene sehr einfache "Sprache" verstehen, die praktisch sein soll zur Eingabe von Hand:

  • Die Sprache soll zeilenorientiert sein.
  • Es kann ein Befehl pro Zeile stehen, der mit einem Kennzeichen beginnt, z.B. mit einem Anker-Symbol: ⚓.
  • Die auf eine Befehlszeile folgenden Zeile sollen dann Parameter für den Befehl sein.
  • Ihre Zeilen-Stellung in der Nachfolge des Befehls definiert, um welchen Parameter es sich handelt.
  • So könnte die Befehlszeile ⚓img bedeuten, dass hier ein Bild eingebunden wird.
  • In der ersten Zeile darunter stünde dann der Dateiname des Bildes, in der zweiten die Bildbeschreibung.
  • Kontrollstrukturen werden bis auf weiteres nicht eingeführt.
  • Ein Befehl entspricht immer einem darzustellenden Element.
  • Die Elemente werden in der Darstellung stets untereinander angeordnet.

Gerade der letzte Punkt erleichtert die Umsetzung des Wysiwyg-Editors wesentlich. Es werden nämlich folgende Anforderungen an diesen gestellt:

  • Die Visualisierung der Eingaben erfolgt beim Eingeben, ohne einen Auffrischknopf drücken zu müssen.
  • Beim Tippen scrollt die Visualisierungsseite immer an die richtige Stelle, die mit dem eingegebenen Inhalt korrespondiert.
  • Die anfänglichen Entwicklungsstufen des Wysiwyg-Editors können noch durch ein Applet aufgerufen werden.
  • D.h. dass durch Betätigen eines Buttons im Applet die main-Methode der Applikation aufgerufen wird, die dann ein eigenes Fenster öffnet.
  • Grundsätzlich sind der Editor für die Dozenten und der Browser für die Studierenden Java-Anwendungen, die auch Zugriff auf das lokale Dateisystem und die lokale Hardware haben müssen.