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© Guido Kramann

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1.1.1 Was ist ein Mikrocontroller?

  • Mikrocontroller sind Ein-Chip-Computer
  • Hauptprozessor, Programmspeicher, Arbeitsspeicher und Ein-/Ausgabe-Schnittstellen sind auf einem Chip integriert.
  • Als Programmspeicher werden häufig Flash-Speicher verwendet, die elektrisch beschrieben werden, aber trotzdem ihren Inhalt nach dem Ausschalten behalten.
  • Da sie häufig untereinander oder mit anderen elektronischen Komponenten verknüpft sind, werden sie häufig mit besonderen Schnittstellen ausgestattet:
Schnittstelle Abkürzung Beschreibung
RS232 Serielle Schnittstelle Datenaustausch mit PCs
USB Universal Serial Bus Ermöglicht das Hinzufügen von Geräten während des Laufs und deren automatische Erkennung. Einsatz insbesondere zum Anschluß von PC-Peripherie
I2C Inter-Integrated Circuit Bus-System zum Austausch von Daten zwischen Mikrocontrollern und z.B. EEPROMs über kurze Distanzen. Einfacher Aufbau, benötigt keinen zusätzlichen Transceiver, drei Leitungen und Masse notwendig. Es können bis zu 112 Komponenten miteinander verbunden werden.
LIN Local Interconnect Network Standard für den Datenaustausch zwischen Sensoren und Aktuatoren in Kraftfahrzeugen. In einem LIN-Bus-Netzwerk gibt es einen Master und mehrere Slaves. Der Master kann Anfragen abschicken und der angesprochene Slave hängt seine Botschaft an die Anfrage an. Durch diese Konfiguration sind Bus-Kollisionen hier nicht möglich.
CAN Controller Area Network Anwendung wie LIN-Bus im Kfz-Bereich, jedoch leistungsstärker: Längen für Übertragungskablen von bis zu 2km sind möglich, mehrere Master möglich, Mechanismus zur Kollisionsvermeidung vorhanden

Tabelle 1.1.1-1: Typische Schnittstellen in Mikrocontrollern

  • Weitere häufig anzutreffende in Mikrocontrollern integrierte Komponenten sind:
  • Taktgeneratoren
  • Analog-Digital-Wandler
  • LCD-Treiber
  • EEPROM-Speicher
Komponenten eines Mikrocontrollers

Bild 1.1.1-1: Typische Komponenten eines Mikrocontrollers